Rahel grote Lambers
Rahel Grote Lambers (*1996 in Eschwege) lebt und arbeitet in Berlin. Sie studierte Freie Kunst an der Hochschule für bildende Künste Hamburg (HFBK) sowie an der Facultat de Belles Arts der Universität Barcelona und schloss 2024 ihren Master of Fine Arts an der HFBK Hamburg ab.
In ihrer künstlerischen Praxis, die Malerei, Skulptur und Installation umfasst, untersucht Rahel Grote Lambers die visuellen Strategien politischer Ideologien und deren Wirksamkeit im öffentlichen wie digitalen Raum. Ausgangspunkt ihrer Arbeiten sind häufig intensive Recherchen zu Bildwelten, Narrativen und Symbolen, die gesellschaftliche Vorstellungen von Identität, Zugehörigkeit und Macht prägen. Dabei richtet sie ihren Blick insbesondere auf konservative, rechte und nostalgisch aufgeladene Ästhetiken sowie die Mechanismen, durch die politische Ideen visuell vermittelt und emotional verankert werden.
Indem sie vertraute Bilder, Objekte und ästhetische Codes aus ihrem ursprünglichen ideologischen Kontext löst und neu arrangiert, eröffnet sie alternative Lesarten und verschiebt etablierte Bedeutungszusammenhänge. Ihre Arbeiten bewegen sich zwischen analytischer Schärfe und spielerischer Aneignung: Sie machen sichtbar, wie politische Bildsprachen funktionieren, wie sie Wahrnehmung beeinflussen und wie eng ästhetische Formen mit Fragen von Macht und gesellschaftlicher Ordnung verknüpft sind.
So entstehen vielschichtige Arbeiten, die gleichermaßen kritische Reflexion und visuelle Verführung zulassen. Rahel Grote Lambers versteht Kunst dabei als Raum, in dem ideologische Bilder nicht nur untersucht, sondern auch dekonstruiert und neu verhandelt werden können.
China Club Berlin on Reichstagsblue, 2025, Öl und Acryl auf Viskose, 142 × 132 cm, aus der Serie I Try Not to Think About It. Ausstellungsansicht, „Atlas“, WAS, Hamburg, 2026. Foto: WAS.
Federal Constitutional Court on, Größe: 140 × 130 cm, Öl auf Viskose und Satin, 2025
China Club Berlin on Reichstagsblue, 2025, Öl und Acryl auf Viskose, 142 × 132 cm, Aus der Serie I Try Not to Think About It
China Club Berlin on Reichstagsblue, 2025, Öl und Acryl auf Viskose, 142 × 132 cm, aus der Serie I Try Not to Think About It. Ausstellungsansicht, „Edges that blur, bodies that fold into something other“, ACUD Galerie, Berlin, 2025. Foto: Luka Naujoks.
