Rahel grote Lambers – Künstlerin

Rahel grote Lambers (1996 in Eschwege) studierte Bildende Kunst an der HFBK Hamburg bei Simon Denny (MFA 2024) und Rajkamal Kahlon sowie an der Universitat de Barcelona. Ihre Praxis umfasst Malerei, Skulptur und Installation. Ihre Arbeiten wurden u. a. in der Kunsthalle Recklinghausen, im Kunstverein Gastgarten Hamburg und in der VUNU Gallery Košice gezeigt. 2022 erhielt sie den Ursula-Schneider-Preis; 2024 wurde sie für den Bundeskunstpreis für Studierende nominiert und stand 2025 in der Kategorie Malerei für den Kunstpreis Junger Westen (Kunsthalle Recklinghausen) auf der Shortlist. Sie ist Teil des Künstlerinnenkollektivs otc – Observant Thick Conversation.

In ihrer künstlerischen Arbeit setzt sie sich mit der visuellen Sprache politischer Ideologien auseinander, insbesondere des Konservatismus. Wie materialisieren sich machtvolle Erzählungen – auf digitalen Plattformen ebenso wie in institutionellen und halböffentlichen Räumen? Welche Bildwelten erzeugen sie, und wie legitimieren diese Bilder Herrschaft?

Ausgehend von politischen Räumen, Institutionen und Netzwerken untersucht sie, wie politische Ideologien visuell vermittelt werden. Während einige Arbeiten die Bilder, Narrative und Strategien konservativer und neurechter Akteure in den Blick nehmen, befassen sich andere mit politischen Prozessen wie der Autokratisierung – Prozessen, die gesellschaftlich wirksam sind, sich jedoch der unmittelbaren Sichtbarkeit entziehen.

Installation view of Breeding Grounds, Graduate Show HFBK Hamburg.

Installation view of Breeding Grounds, Graduate Show HFBK Hamburg.

Federal Constitutional Court on Red, 2025
140 x 130 cm, oil and acrylic on viscose and silk

 Federal Constitutional Court on Red, 2025, ACUD Galerie Berlin, Photo: Luka Naujoks

China Club Berlin on Reichstagblue, ACUD Galerie Berlin, 2025, Photo: Luka Naujoks.

China Club Berlin on Reichstagsblue, 2025, Öl und Acryl auf Viskose, 142 × 132 cm, aus der Serie I Try Not to Think About It. Ausstellungsansicht, „Edges that blur, bodies that fold into something other“, ACUD Galerie, Berlin, 2025. Foto: Luka Naujoks.